“Wenn zu viele Menschen ihren Mund halten, obwohl sie laut sein sollten, können die Immerlauten sich und der Öffentlichkeit einreden, sie repräsentierten die Mehrheit. Und so traurig das ist, es handelt sich um eine selbst erfüllende Prophezeiung. Die schweigende Mehrheit ist in einer liberalen Demokratie keine Mehrheit. Eine stumme Mehrheit kann ohne großen Aufwand Extremisten an die Macht schweigen.”

Sascha Lobo beschreibt in „Rassismus und Integration: Wir schweigen Extremisten an die Macht“ ziemlich treffend, warum das Schweigen und Ausweichen in Debatten für unsere demokratische Gesellschaft zu einem großen Problem geworden ist.

Ich sehe in der Kolumne auch Parallelen zu meinem eigenen Verhalten, indem ich immer wieder etwas davor zurückschrecke, solche Thematiken wie z.B. Özil-Grindel klar öffentlich zu diskutieren. Ich habe eine klare Meinung dazu und habe keinerlei Probleme damit diese in einem persönlichen Rahmen über Stunden zu diskutieren. Etwas darüber aber ins Internet zu schreiben, das über zwei Retweets hinausgeht, ist wohl eine zu hohe Hürde.

Ich muss das für mich ändern. Mehr Diskurs. Mehr Meinung. Man darf den Rechten nicht das Feld überlassen.